Auflösende Hypnose (nach Floris Weber)


In der Kindheit wird uns häufig beigebracht, „negative“ Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Angst zu unterdrücken. Damit verschwinden diese aber nicht. Sie bleiben unverarbeitet als Energie im Nervensystem stecken und haben im späteren Leben massiven Einfluss auf unser Fühlen und Handeln. Das Unterdrücken dieser Gefühle bindet außerdem wertvolle Kraftreserven. Wenn wir Schmerz verdrängen, verdrängen wir auch die Fähigkeit, positive Gefühle in ihrer Tiefe zu empfinden. Gefühle abzuspalten funktioniert nämlich nicht einseitig. Dadurch entfernen wir uns von dem selbstbestimmten, glücklichen Leben nach dem wir uns sehnen.

 

In dem Verfahren der auflösenden Hypnose begleite ich Sie dabei, die verdrängten Gefühle zu durchleben und damit den alten, emotionalen Schmerz nachhaltig zu verarbeiten. Dass dies anstrengend und sehr bewegend sein kann, weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn sich der emotionale Schmerz lösen konnte, befreien wir uns von seinen Auswirkungen und erfahren dafür Ruhe, Kraft, Klarheit und persönliches Wachstum.

 

Verhaltensweisen, die zuvor als Kompensation der negativen Gefühle dienten sind nun nicht mehr nötig ,verändern sich, können eingestellt werden. Dies geschieht in einem unterbewussten, (schleichenden) Prozess ohne dass Sie aktiv etwas neu lernen oder verändern müssen.

 

Was geschied     in der Trance?

Durch Hypnose gelangen wir in den natürlichen, entspannten und zugleich fokussierten Zustand der Trance. In der Trance fällt es uns leichter Emotionen und Gefühle wahrzunehmen da das Denken auf angenehme Weise in den Hintergrund tritt. Während diesem veränderten Bewusstseinszustand behalten wir fortwährend die Kontrolle über uns, können normal sprechen und könnten die Trance ganz einfach beenden indem wir die Augen öffnen.

 

Jeder Mensch nimmt Umweltreize über verschiedenen Sinneskanäle wahr. Je nach individueller Ausprägung verarbeiten wir Informationen vorrangig visuell (Sehen), kinästhetisch (Fühlen), auditiv (Hören) oder als Mischform. Auch während der Trance kommen wir über unseren präferierten Sinneskanal ins intensive Erleben und Verarbeiten. Viele Menschen sehen dabei lebhafte Bilder, während andere gar keine Bilder sehen, sondern sich Gefühle nur in körperlichen Empfindungen zeigen. Häufig werden negative Gefühle als Enge im Hals-, Brust- oder Bauchbereich wahrgenommen. Diesen werden während der Trance viel Raum gegeben damit sich die angestaute emotionale Energie entladen und lösen kann.

 


Wozu extra in den Schmerz gehen?

Im Alltag erleben wir häufig negative Gefühle, weinen oder reagieren uns auf andere Weise ab. Im Wachzustand haben wir dabei allerdings eine kognitive Hemmung, die uns davor schützen soll, den vollen Schmerz zu spüren. Diese kognitive Hemmung hat jedoch auch zur Folge, dass im Vergleich zur Trance nur geringe Mengen des Schmerzes gelöst und nachhaltig verarbeitet werden können. Das wird daher häufig als ein sich ziehender, unangenehmer Prozess empfunden. In der Trance fällt die kognitive Hemmung weg, so dass sich Gefühle effektiv abreagieren lassen.

 



„Irgendwann erkennen wir, dass Heilung in dem Durchleben des emotionalen Schmerzes   liegt – nicht in dessen Verdrängung.“ (Josefin Usath)


 

Therapeutische Hypnose ist in Deutschland seit 2006 ein anerkanntes Therapieverfahren. Sie hat nichts mit manipulativer Show-Hypnose zu tun und wird von mir verantwortungsvoll genutzt um Sie auf Ihrem Heilungsweg zu begleiten.

 

Auflösende Hypnose ist keine klassische Suggestionshypnose da sie ursachenorientiet an unseren emotionalen Blockaden ansetzt. Als Kurzzeittherapie werden wir, je nach Ihrer Thematik, zwischen drei bis ca. 15 Sitzungen zusammenarbeiten.